Friday, 16 October 2015

Ein Puma besucht unsere Schule...

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich dachte die Schule in Canada ist strenger in Sachen Dress Code als in Deutschland. Aber um ehrlich zu sein laufen die hier manchmal rum wie rückwärts durch die Hecke gekrochen. Zu kurze Kleider, zu enge Leggings oder einfach nur unheimlich. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Und das gilt auch für die Kirche. Man kann hier rum laufen wie man will und es ist okay, denn die meisten Canadier sagen, dass man Menschen nicht nach ihrem äußeren beurteilen kann. Und das finde ich so gut hier.
Gleichzeitig feiert meine Schule alles mögliche. Vor einer Woche sollten sich alle Schüler in Regenbogenfarben kleiden, damit man zeigt, dass man Schwule und Lesben toleriert.
Meiner Meinung nach der größte Schwachsinn. Sie wollen behandelt werden wie alle andere und im nächsten Moment sollen wir feiern, dass sie schwul oder lesbisch sind.

Außerdem ist es total normal schwul oder lesbisch zu sein. Wir feiern doch auch nicht, dass wir hetero sind. Es ist doch schnuppe was man ist. Ich  persönlich sehe da keinen Sinn drin, aber andere wohl schon. Die meisten Schüler haben es weites gehen ignoriert sich in Regenbogenfarben zu kleiden, aber wen sich wer in den Farben gekleidet, dann so richtig. Teilweise denkst du nur: "Achtung Augenkrebsgefahr", weil es einfach zu viel ist! Es wurde sogar eine Regenbogenflagge aufgehangen und man konnte so ein komischen Quatsch für seine Kleidung kaufen.

Bildergebnis für cougar canadaGestern vorgestern war in der Nähe unserer Schule ein Puma, sodass wir nicht in bestimmte Bereiche oder in die Nähe von Bäumen gehen du durften, was hier etwas schwer fällt, da überall Bäume stehen! Das war schon ein wenig komisch. An meiner Schule in Deutschland ist man froh wenn man ein Eichhörnchen sieht und hier laufen einfach Rehe, Hasen, Eichhörnchen und manchmal Bären und Pumas rum und es ist total normal.

Bildergebnis für kanadareiherHier in Nanaimo gibt es ganz viele Naturpfade, wo man viele vorm aussterben bedrohte Tierrassen sehen kann, wenn man Glück hat. Ich habe in den fünf Wochen schon zwei mal den Kanadareiher gesehen, der vorm aussterben bedroht, und von dem es nur noch verhältnismäßig wenig Tiere gibt.  Das erste Mal an einem See mit meinem Hostdad und meinen kleinen Geschwistern und das zweite Mal mit meiner ganzen Gastfamilie. Schon lustig, nach ein paar Wochen habe ich den Kanadareiher schon genau sooft gesehen wie mein Hostdad, der hat ihn nämlich das erste Mal an dem See gesehen, wo wir gemeinsam waren.
Übermorgen fahren wir zu einer Farm in Victoria und kaufen dort unseren Kürbis und Dach den Sonntag fahren wir nach Vancouver ins Aquarium:)
Ich füge noch ein paar Fotos von Canada ein
Bis bald
Lea
 
Cathedral Grove
 
 
 
 
An dem See, wo ich das zweite Mal den Kanadareiher gesehen habe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tuesday, 13 October 2015

Update #9: Vom keine Freunde finden und Drama Club Erlebnissen

Aloha! Ich bin zurück!

Und ja, Austauschschüler scheinen echt ein riesiges Problem mit der Zeit zu haben, ich komme einfach nicht dazu zu schreiben (wahrscheinlich habe ich auch recht wenig Lust). Seit einigen Wochen will ich also dieses Update schreiben und es bleibt einfach nur ein Entwurf, und wenn ich dann mal zum Schreiben komme, möchte ich am liebsten alles nur kurz zusammen fassen. Das mag jetzt vielleicht nach einer lahmen Ausrede klingen aber so ist das nun mal. Es passiert einfach immer noch so viel. An dieser Stelle: Wir haben die 10.000 Seitenaufrufe- Marke überschritten!!!

Um von vorne anzufangen, ich habe jetzt schon zwei Monate Amerika auf dem Buckel, bin eigentlich ziemlich erschöpft und müde, aber mir geht es gut und ich fühle mich Pudelwohl.
Ich hätte es echt nicht gedacht, aber die Schule wird immer besser. Zwar habe ich immer noch das Bedürfnis irgendetwas ach der Schule zu machen, ja ich tue es immer noch nicht, aber es ist okay so vorerst.
Die Fächer sind einigermaßen einfach, auch wenn die Vokabelprobleme in Geschichte und Naturwissenschaften groß sind und höchstwahrscheinlich bleiben. Und so langsam hat man auch rausgefunden, wo man alle Hausaufgaben abgibt, wie die Lehrer ticken (vielleicht) und, dass man lieber bei seinem normalen Lehrer, als bei einem Vertretungslehrer, Unterricht hat.
Wie Lea es schon beschrieben hat, es ist wirklich schwieriger gedacht, besonders was Freunde finden angeht, und da wir an unserer Schule zehn Austauschschüler sind, macht das ganz ganze vielleicht auch noch mal schwerer. Mein Problem ist es eindeutig, dass ich mich mit den anderen vergleiche und der Meinung bin, dass es bei denen besser läuft. Aber ich merke mit jedem Tag, dass es besser wird, ich habe Leute in meinen Klassen mit denen ich mich gerne unterhalte oder auch nicht, das zählt für all die 9. Klässler, die wirklich anstrengend sein können. Allerdings verbringe ich Lunch immer noch nur mit Austauschschüler, was eigentlich aber auch lustig ist. Leider sind mir manche Leute von meiner Schule ein bisschen gruselig...
Vor zwei Wochen sind wir Austauschschüler dann zu einem Dramaclub Meeting gegangen, was leider eher ein Reinfall war. Ja das ist ganz und gar nicht wie High School Musical. Um nicht gemein zu wirken, sagen wir das so, es ist einfach nicht meine Richtung von Leuten, und ich kann auch schlecht einen Cartoon Charakter imitieren, wenn ich nichts mit Cartoons am Hut habe. Ob ich also noch mal zum Drama Club gehe steht also noch in den Sternen, ist aber eigentlich schon beschlossen. Ich möchte halt nur irgendwie nicht unhöflich sein.
Was besser ausgefallen ist, war Cheerleading Practice. Ich hab mit einem Mädchen zusammen Graphic Arts, die uns gefragt hat, ob wir mal vorbei kommen möchten. Die Mädchen waren auch alle super freundlich und besoder geduldig mit uns, leider musste ich für mich persönlich feststellen, dass das ebenfalls nicht wirklich was für mich ist, da ich ziemlich unbeweglich bin. Schade. So bleibt die Frage, wie ich Freunde finde werde. Zu mindestens werden mir alle Austauschschüler von Tag zu Tag sympathischer.
Außerhalb der Schule passiert natürlich auch immer was. Wir gehen zu Volleyballspielen, Footballspielen, sind nach Ann Arbor für ein Michigan Footballgame gefahren, waren auf Mackinac Island (was nebenbei ziemlich toll gewesen ist) und waren Homecomingdress shoppen.

Der Alltag ist endgültig eingekehrt und einfache und zufällige Gespräche werden schon einfacher!
Hab jetzt wahrscheinlich die Hälfte vergessen, sage trotzdem bis zum nächsten Mal!

Lara
 

Krispy Kreme - Man kann Donuts bei der Produktion
zuschauen und bekommt einen frisch gebackenen umsonst!

Michigans Natur ist manchmal einfach atemberaubend.

Mein Spindt - Mit Sarahs Verschönerung.

Foodplace in einer Mall

Unsere Spindte.


Homecoming Dress kaufen.
 
Schulbusse bei dem Michigan Footballgame.
 

How to get to Mackinac Island!


Mackinac Bridge

Thursday, 1 October 2015

Wie ist Canada?

Wie ist es ein Auslandsjahr zumachen? Es ist schwer. Im Moment habe ich einfach Heimweh und Angst hier keinen Anschluss zu finden. Wer das jetzt ließt und sagt, dass habe ich ihr von vornerein gesagt, toll ihr habt Recht, aber ich bin jetzt hier und ihr nicht. Man hat nun einmal Heimweh, aber ich hoffe, dass es bald weg geht! Ich habe mich getraut, auch wenn ich mir manchmal wünsche einfach nach Hause fliegen zu können. Und wahrscheinlich traue ich mich das jetzt auch nur zu schreiben, weil ich grade mit meiner Familie geskypt habe und sie mir gesagt haben, dass alles gut wird.
 
Aber es wird etwas besser. Es stimmt. Als mir das meine Eltern vor zwei Wochen gesagt haben, habe ich das nicht geglaubt, aber sie hatten Recht. Ich habe immer noch Heimweh, jedoch nur noch morgens. Abends ist es am besten. So langsam kann ich mir auch vorstellen länger hier zubleiben. Vor einer Woche wollte ich nur noch heim, aber jetzt geht es so langsam. Ich habe neue Leute kennengelernt und so viele neue Sachen erlebt und gesehen und das nur in knappen drei Wochen. Die letzte Woche ging echt schnell um. So langsam
werde ich nämlich richtig "busy". Lernen, Hausaufgaben, Volleyball Training, Schwimm Training....
In der Schule habe ich jeden Tag die gleichen Fächer:
- Block A: English Language Development
- Block B: Social studies
- Block C: Sience
- Block D: Cafeteria
 
Meine Schule fängt um halb neun an und geht bis drei Uhr. Außer Montags und Freitags. An denen Tagen sind die Stunden statt 90 min. nur 70 min. lang. Das heißt dann habe ich Schluss um 13:46 Uhr.
Aber ich bin immer erst 20 min. später Zuhause, weil ich 1,5 km laufen muss. Abendessen gibt es immer schon zwischen fünf und sechs, da ich ja zwei kleine Schwestern habe. Meine Familie lebt hier richtig gesund! Keine Süßigkeiten, kein Fast Food, kein Nutella, ich trink noch nicht mal Kakao!!! Hier wird irgendwie nur kaltes Leitungswasser getrunken, nur Saft am morgen. Die, die mich kennen wissen wie sehr ich alle diese Dinge liebe!
Das hier wird meine Oma freuen....jedes Mal vor dem Essen danken wir Jesus für das Essen. Wo wir bei Religion sind. Kirche hier ist soooooo anders!!!! Meine Familie geht zu einer Baptisten Kirche und es ist einfach mal nicht so langweilig. Auf den ersten Blick habe ich gar nicht  erkannt, dass das eine Kirche sein soll, aber es war eine. und es ist nicht einfach eine Kirche. Es gibt eine Bücherei, Sonntagskirche, Kinderkirche, Badezimmer, Küche, diverse Räume, einen Vorraum, wo man seine Jacken aufhängen kann oder auf Sofas sitzen kann und dann der Raum, wo die Messe statt findet. Es sieht auch eher wie ein Seminarraum aus. Es gibt eine Band mit E-Gitarre, Schlagzeug, Keyboard, die dann sofort 3 Lieder hintereinander spielt und dann irgendwann mitten in der Messe geht, weil dann die Predigt anfängt. Die Leute oder der Pastor trinken Café und tragen was sie wollen. Mir wurde immer gesagt, dass ich keine kurzen Sachen oder Flip Flops in der Kirche tragen soll. Hier tuen sie es. Es werden auch während der Messe Fotos an der Wand gezeigt oder der Pastor erzählt von seinem ersten Kuss. ich glaube in Deutschland würde sich ein Pastor eher die Zunge abbeißen als davon zu erzählen. Das nächste Mal mache ich mal Fotos damit ihr seht wie es da aussieht. Man kann einfach sagen, dass es das komplette Gegenteil ist. Die Lieder sind nicht so langsam sondern schnell. Man könnte auf der Melodie einen Pop Song schreiben und es würde keiner merken. ich finde Deutschland kann sich da etwas abschauen, den wenn sie so weiter machen kommen keine jungen Leute und hier in Canada sind fast nur junge Leute in der Kirche.
 
Hier ist soviel Natur! Ich habe noch nie so viele Bäume an einem Ort gesehen. Überall sind Bäume!
Und Tiere. An meiner Schule sind ein Haufen Hasen und wenn du abends rausgehst ist es sehr wahrscheinliche Rehe zu sehen. Vor ein paar Tagen sind wir zu einem See gefahren und dann stand da auf einmal ein Reh mitten auf der Straße! Oder sie stehen in den Gärten von den Leuten und es ist ganz normal. Auf der 10 minütigen Autofahrt habe ich mehr Rehe gesehen, als im ganzen letzten Jahr zusammen in Deutschland. Was ich auch zum ersten Mal gehört habe ist das Geräusch, was Eichhörnchen machen und mein Hostdad war total schockiert, dass ich das noch nie gehört habe.
 
Am Sonntag waren wir in Cathedral Grove. Das ist einfach ein Wald, wo so große und so alte Bäume stehen, dass könnt ihr euch nicht vorstellen! bis zu 76 m hoch und 700(!!!!!!) Jahre alt. Und sie können doppelt so alt werden! Das ist einfach unglaublich!
 
ich melde mich bald wieder!
Lea
 
 
 

Sunday, 20 September 2015

Welcome to Canada

Einen Tag in Kanada und schon so viele Dinge gesehen, die anders sind als in Deutschland.

1. Die Supermärkte:
Ich habe noch nie in meinem Leben einen so großen Supermarkt gesehen. Das merkwürdigste, was ich gesehen habe, waren Hummers, Krabben und Muscheln, die in einem Aquarium waren und darauf gewartet haben gekauft und hinterher gegessen zu werden. Mein Gastvater hat mich mit großen Augen angesehen und hat gefragt ob das mein Ernst ist, nach dem Motto: "Es ist doch ganz normal sich lebende Tiere auszusuchen und sie dann zu essen!"

2. Geld:
Das Geld fühlt sich wie Plastik an - wahrscheinlich ist es das auch. Aber was ich eigentlich sagen wollte: Hier in Kanada ist alles teuer. Zumindest in Supermärkten, wo ein Gouda mal 14.49 $ kostet.
Was mich zusätzlich verwirrt, ist, dass auf den Preis nochmal was drauf kommt, so ganz durchblickt habe ich das alles noch nicht.

3. Menge an Sachen:
In Deutschland haben wir Sixpacks zutrinken, normal große Pizzen, eine Palette Eier (sprich höchstens 10) , die Liste würde sich beliebig fortsetzen lassen.
In Kanada hat man alles in Überübergrößen. Man hat nicht eine Palette Eier sondern drei übereinander und jede Platte hat eine Seitenlänge von ca. 25 cm. Als ich das gesehen habe muss ich echt verständnislos geschaut haben, den mein Gastvater sagt ganz trocken:" Das reicht vielleicht für eine Woche."
Man hat einfach alles in extra groß. Pizzen, Trinken, Klopapier, Wurst, Brot....

4. Die Stadt:
Nanaimo hat ungefähr 90.000 Einwohner, aber es fühlt sich einfach anders an.
In Deutschland ist alles viel näher zusammen, egal wie groß die Stadt ist. Es gibt eine Innenstadt und Läden etc.
Hier in Nanaimo habe ich bis jetzt nur Shoppingmalls gesehen und alles ist so weit auseinander. Zum Beispiel sind wir über eine Kreuzung gefahren, die größer ist als jede Autobahnkreuzung, die ich je gesehen habe. Oder die Häuser stehen teilweise so weit auseinander, dass man denkt die Stadt ist zu ende. Es ist echt komisch auf einem Highway zu fahren und zu wissen, dass man noch in der Stadt ist obwohl man verhältnismäßig wenig Häuser sieht.

Das war ein Einblick in meine jetzigen Eindrücke. Ich hoffe es hat euch gefallen.
Die Landschaft hier ist wunderschön! Rut und ich sind bei unserem Flug teilweise über Inseln geflogen, die großenteils aus Bäumen bestanden.
Meine Familie ist echt lieb und nett.

Lea

Wednesday, 9 September 2015

Planänderung

Ich habe bis zum Schluss gehofft, aber wie ich es erwartet habe, wurde ich nicht in den USA platziert.
Das soll jetzt nicht pessimistisch klingen, aber meine amerikanische Organisation hatte seit knapp vier Monaten keinen mehr platziert und ein Großteil war noch ohne Familie.

Als ich am Montag nach Hause kam, lag auf dem Sofa ein Angebot für Kanada. Im Ersten Moment war ich ehrlich gesagt nur sauer und enttäuscht von meiner amerikanischen Organisation, aber dann habe ich überlegt ob ich das Angebot annehmen soll und habe mich schließlich dafür entschieden.
Es ist zwar echt blöd, dass es nur ein Halbjahr ist, jetzt freue ich mich aber schon darauf.

Am Dienstag wurde ich dann von Treff angerufen und mir wurde gesagt,dass ich nicht platziert wurde.
Ich hatte das zwar schon vermutet, aber das zu hören machte es dann erst wirklich real.

Sofort wurde ich gefragt ob ich nach Kanada gehen möchte und in welche Region.
Schon am nächsten Tag habe ich einen Anruf von Treff bekommen, aber da ich in der Schule war musste ich bis zur Pause warten um zurückrufen zu können.
 Ich stand draußen mit einer Freundin als mir gesagt wurde, dass ich eine Schule und eine Familie habe.
Ich will gar nicht wissen wie ich in dem Moment aus sah, aber ich war sooooo aufgedreht und innerhalb ein paar Minuten wusste der Großteil Bescheid, dass ich eine Familie habe.

ich werde in Nanaimo/ Vancouver Island wohnen und auf die Nanaimo District Secondary School gehen. Die Stadt hat ca. 83.000 Einwohner und liegt direkt an der Küste. Meine Familie wohnt nur 1,4 km von der Schule entfernt und besteht aus meinen Gasteltern und zwei Schwestern (7 & 8).
ich freue mich schon riesig sie kennen zu lernen!

Jetzt zu einem etwas kompliziertem Thema: Der Flugtermin.
Mir gesagt, dass ich zwischen Sonntag und Mittwoch fliege, aber tada...ich bin noch in Deutschland.
Ich fliege mit zwei anderen Austauschülern von Treff, die auch nicht platziert wurden und das Kanadaprogramm machen.
Erst fehlte eine Unterschrift aus Kanada und dann hatten die anderen noch keine Familie.
Vorgestern hieß es, dass ich Mittwoch oder Donnerstag fliege, aber daraus wurde jetzt auch nichts, weil die Lufthansa streikt.
jetzt fliegen wir alle zusammen am Samstag.

ich hoffe das klappt jetzt auch!

Lea

Bildergebnis für nanaimo district secondary school




Monday, 7 September 2015

Willkommen im High School Leben!

Die ersten drei Tage Schule sind geschafft und somit habe ich auch schon wieder vier Tage frei: Danke Labor Day!

Um ehrlich zu sein war der erste Schultag nichts im Gegensatz zu meiner Vorstellung. Ja, ich war ganz und gar sicher mit meiner Entscheidung und was ich tue und hatte dennoch irgendwie furchtbare Panik vor dem ersten Schultag. Wie sich heraus gestellt hat, brauchte ich keine Angst haben, zumal ich meine Gastschwester kenne (was für eine intelligente Aussage) und schon vorher Freunde von ihr kennen gelernt habe. Es war dennoch mehr als schräg auf eine fremde Schule zu gehen, wo man niemanden und nichts kennt und zusätzlich noch das Gefühl hat, dass jeder einen anstarrt.
Am ersten Schultag wurden hier die Stunden verkürzt, das heißt "nur" 45 Minuten Unterricht. Die Lehrer scheinen alle sehr nett und haben uns eigentlich nur erzählt, was wir alles machen werden und uns Regeln erklärt. Hier bekommt man in jedem Fach einen Zettel, den die Eltern unterschrieben müssen, wo drauf steht, was von den Schülern gefordert wird (Noten, Hausaufgaben, Anwesenheit, etc.). Zwischendurch hatten wir natürlich auch Lunch, welcher wirklich nur 30 Minuten lang ist. Außerdem werden die Gänge zugesperrt! Ich bin wie eine Doofe umher geirrt, bis mich eine, die auch eine deutsche Austauschschülerin hat, angesprochen hat und gefragt, ob ich mit ihr zusammen Lunch essen möchte. Sie hat mir nach und nach andere Schüler vorgestellt, aber ich konnte mir keinen der Namen merken.
Nach dem Unterricht hat meine Schule eine Foto Challenge veranstaltet, damit wir uns untereinander kennen lernen. Ich hab nicht wirklich mitgemacht. Als erstes bin mit meiner Gastschwester rumgelaufen, danach hab ich eine Freundin von ihr begleitet, die wirklich Fotos gemacht hat, aber danach haben wir (eigentlich sie) nur noch rumgestanden und gequatscht.
Zum Schluss gab es ein Assembly, wo alle Schüler begrüßt wurden, der Dress Code von den Lehrern dargestellt wurde, alle Austauschschüler sich vor der ganzen Schule vorstellen mussten (wir sind um die 9!), und anschließend die Stufen gegeneinander in Spielen angetreten sind.

Ich habe die nächsten 12 Wochen jeden Tag von 8:20 bis 15:20 Uhr die selben fünf Fächer:

1. Spanisch
2. Graphic Communication
3. Earth & Space Science
 - Lunch -
4. U.S. History
5. Algebra

Lange Rede, kurzer Sinn, der erste Schultag war nicht so schlimm wie erwartet und dennoch zu viel. Die darauffolgenden Tage waren weniger spannend: Ich hatte unheimlich Probleme meinen Spind zu öffnen und bin deshalb auch schon zu spät gekommen, habe bis jetzt nur mit Austauschschülern Lunch gegessen, habe Schwierigkeiten mit meinem Vokabular in Science, schreibe diese Woche gleich zwei Vokabeltests und das erste Projekt steht an.

Adiós, Lara

Sunday, 30 August 2015

Update #8: Fast drei Wochen Amerika

Ja, ich lebe noch! Ich bin selbst enttäuscht von mir, dass ich erst nach zwei und halb Wochen schaffe einen Blogpost zu schreiben. Aber in den ersten Wochen ist die Zeit so schnell umgegangen und ich hatte irgendwie kaum Zeit (und auch irgendwie keine Lust) irgendwas zu schreiben.
 
ABER, ich bin in Michigan angekommen und mir geht es gut. Ziemlich gut!

Es ist so unglaublich was ich alles in den letzten drei Wochen erleben durfte. Ich habe so viele Leute kennen gelernt, ich war an meiner Schule, habe meinen Stundenplan und Schülerausweis bekommen, war bei einem Football Spiel, war Shoppen wenn auch ohne Erfolg, durfte Kajak fahren, sind Boot gefahren und haben Tubing ausprobiert, haben verstecken auf Quads gespielt, lange Zeit damit verbracht eine amerikanische Nummer zu bekommen und habe ein Rockkonzert aka Kirche miterlebt (ich bin ja immer noch sprachlos was das angeht). Alles ist riesig, die Messeinheiten verwirren mich, die Klimaanlagen sind meistens zu kalt, die Menschen total freundlich, Benzinpreise total billig, Restaurant mit Buffets sind toll und es gibt hier sogar einen Aldi.

Michigan ist toll!

Lara